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Incel
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Incel (AbkĂźrzung aus involuntary celibate, englisch fĂźr âunfreiwillig sexuell enthaltsamâ bzw. wĂśrtlich: âzĂślibatärâ) ist die Selbstbezeichnung einer in den USA entstandenen Internet-Subkultur heterosexueller Männer, die nach Eigenaussage unfreiwillig keinen Geschlechtsverkehr bzw. keine romantische Beziehung haben und der Ideologie einer hegemonialen Männlichkeit anhängen. Von Incels ausgedrĂźckte Ăberzeugungen und GefĂźhle sind geprägt von Misogynie (Frauenfeindlichkeit), dem Anspruch, ein Recht auf Sex zu haben, Selbstmitleid und in Teilen der Billigung und Anwendung von Gewalt gegen Frauen und gegen sexuell aktive Männer.
Contents
⢠Geschichte
⢠Ursprung
⢠Verbreitungswege
⢠âFemcelâ
⢠Sonstiges
⢠GegenmaĂnahmen
⢠Weiterfßhrendes
⢠Literatur
⢠Dokumentarfilme
⢠Spielfilme
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geschichte
Ursprung
Der Terminus âIncelâ war ursprĂźnglich rein deskriptiv und geht zurĂźck auf eine kanadische Studentin, die 1997 mit der Online-Selbsthilfegruppe âAlanaâs Involuntary Celibacy Projectâ schĂźchternen Menschen aller sexuellen Orientierungen ein Forum geben wollte. Nachdem sie es im Jahr 2000 verlassen hatte, entwickelte es sich zu einem Hassforum heterosexueller Männer, die den Terminus als Selbstbezeichnung Ăźbernahmen. Nur noch selten wird in der Gegenwart die AbkĂźrzungcite-ref-1[1]cite-ref-2[2] Incel als Synonym fĂźr âunfreiwillig ohne eine intime Beziehung und ohne sexuelle Betätigung Lebende(r)â benutzt.
Der ideologische Ursprung der heutigen, frauenfeindlich ausgerichteten Incel-Subkultur wird in Boards wie 4chan gesehen, dort insbesondere im Subboard âROBOT 9001â (/r9k/) und âpolitically incorrectâ (/pol/).cite-ref-3[3]
Der Geschlechterforscherin Franziska Schutzbach (2019) zufolge arbeitet die Szene in den USA zunehmend mit rechtsnationalen Bewegungen zusammen,cite-ref-bartels-4-0[4] die sich dort vor allem in der Alt-Right-Bewegung formieren. Laut dem Southern Poverty Law Center ist Frauenfeindlichkeit mehr und mehr zur âEinstiegsdroge fĂźr Extremistenâ geworden.cite-ref-washingtonpost-5-0[5] Auch Elliot Rodger, den Amokläufer von Isla Vista, rechnet das Institut aufgrund seiner Misogynie und Abneigung gegen interrassische Paare der Alt-Right zu.cite-ref-splc-6-0[6] Der in den USA bekannte Alt-Right-Vlogger Nick Fuentes bezeichnet sich selbst als âincelâ, was jedoch von Teilen der Szene abgelehnt wird.cite-ref-7[7]
(Geplante) Anschläge
In den Fokus der Medien geriet die Incel-Szene erst nach der Amokfahrt in Toronto 2018, bei der 10 Menschen ums Leben kamen. Der Attentäter war ein bekennendes Mitglied der Incel-Subkultur. Er hatte zuvor auf Facebook von der âIncel Rebellionâ geschrieben und auf den Täter des Amoklaufs von Isla Vista verwiesen, der von Teilen der Incel-Community als Held gefeiert wird.cite-ref-8[8]cite-ref-witt-9-0[9] Im November 2018 drang ein 40-jähriger Mann in ein Yoga-Studio in Florida ein und erschoss zwei Frauen, bevor er sich selbst tĂśtete. In Youtube-Videos hatte er sich als âIncelâ bezeichnet, sich dazu bekannt, Sympathisant des Täters von Isla Vista zu sein und sowohl Hass auf Frauen als auch rechtsextreme Ansichten geäuĂert.cite-ref-washingtonpost-5-1[5] Auch Stephan B., der am 9. Oktober 2019 ein Attentat auf eine Synagoge und einen DĂśner-Imbiss in Halle (Saale) beging, hat laut NDR BezĂźge zur âIncelâ-Ideologie. Während seiner Tat hĂśrte er ein Lied, das der âIncelâ-Szene gewidmet ist und sich auf die Amokfahrt von Toronto bezieht.cite-ref-10[10]cite-ref-tfh-11-0[11]cite-ref-hgf-12-0[12] Forscher zählten im April 2020 fast 50 Opfer von durch Incels begangenen TĂśtungsdeliktencite-ref-assessing-13-0[13] und insgesamt 90 Gewaltdelikte, die in Zusammenhang mit Incel-Ideologie stehen.cite-ref-14[14] Im Juli 2021 wurde in Ohio eine 21-jährige verdächtige Person festgenommen, die laut monatelanger Ermittlungen regelmäĂig auf einschlägigen Seiten der Incel-Community postete und einen âIncelâ-Terroranschlag geplant hatte. Die Person strebte dabei an, bis zu 3.000 Menschen zu tĂśten und besaĂ illegal ein Maschinengewehr.cite-ref-15[15]
Eine Analyse, die die Attentäter aus dem Incel-Umfeld untersuchte, fand bei ihnen ein GefĂźhl der Hilf- und Hoffnungslosigkeit, welches dabei mit Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt, aber auch mit fehlenden sozialen Beziehungen und zum Teil familiären Problemen verbunden war; sie projizierten dieses GefĂźhl jedoch primär auf ihre Ablehnung durch Frauen.cite-ref-16[16] Kontrovers wird die Frage diskutiert, ob die von âIncelâ-Anhängern begangenen Gewalttaten als Terrorismus eingestuft werden sollen. Während dies in Kanada der Fall ist, gibt es in den USA Vorbehalte gegen eine solche Einstufung.cite-ref-17[17] Kritik gegen eine solche Einstufung verweist darauf, dass die Gewalttaten und BefĂźrwortung von Gewalt von einer kleinen Minderheit ausgehe, während in der Incel-Community vor allem psychische Probleme vorherrschend seien, fĂźr deren Adressierung eine Einstufung als Terrorismus nicht hilfreich sei.cite-ref-ideology-18-0[18] Es besteht allerdings weitestgehende Einigkeit darĂźber, dass Incel-Communities zur Radikalisierung ihrer Mitglieder beitragen.cite-ref-19[19]
Anhänger und Verbreitung
Ausgehend von den USA und Kanada hat sich das Phänomen mittlerweile Ăźber den gesamten englischsprachigen Raum verbreitet. In Online-Communitys haben sich tausende Incels zusammengeschlossen, wie in âThe Red Pillâ, einem Kanal der Forengemeinschaft Reddit, dem Subforum âPhilosophyOfRapeâ, wo âkorrektive Vergewaltigung von Feministinnenâ diskutiert wurde, oder auf 4chan und weiteren.cite-ref-jungle-world-20-0[20] Wird ein Forum geschlossen, finden sich die âIncelsâ in einem anderen zusammen.cite-ref-21[21] Laut einer Recherche des Senders CBC News vom März 2021 sind in den drei grĂśĂten Incel-Foren 60.000 Nutzer aktiv.cite-ref-22[22]
Demographie und Statistisches
Eine Studie von 2019 geht von einer ârassischenâ Diversität innerhalb der Szene aus.cite-ref-23[23] Laut einer Umfrage eines der grĂśĂten Szene-Foren ist fast jedes zweite Mitglied nicht weiĂ, obwohl 85 Prozent angaben, in den USA oder Europa zu leben.cite-ref-eisberg-24-0[24] In der Szene existiert fĂźr AngehĂśrige, die der Meinung sind, dass ihr âIncelâ-Status auf ihre ethnische Herkunft bzw. ihre Herkunft als People of Color zurĂźckzufĂźhren sei, die Bezeichnung âethnicelâ.cite-ref-burnett-25-0[25] In diesem Zusammenhang kursieren, auch vonseiten der Betreffenden, spezielle Ethnophaulismen wie âCurrycelsâ (Inder bzw. SĂźdasiaten)cite-ref-toi-26-0[26] oder âRicecelsâ (Ost- und SĂźdostasiaten) sowie die âJBWâ (âjust be whiteâ) genannte Ansicht, dass es fĂźr weiĂe Männer leichter sei, bei Frauen Erfolg zu haben.cite-ref-spiked-27-0[27]
Laut einer Studie der Psychologen William Costello, Vania Rolon, Andrew G. Thomas und David Schmitt identifizieren sich 44,7 Prozent der befragten SzeneangehÜrigen als politisch links, gefolgt von 38,85 und 17,47 Prozent, die sich selbst jeweils als rechts und mittig verorten.cite-ref-levels-30-0[30] Die Autoren der Studie kritisieren daher und im Hinblick auf die ethnische Diversität innerhalb der Szene die oft anzutreffende Behauptung einer politischen Nähe dieser zur Ideologie der White Supremacy.cite-ref-levels-30-1[30]
Verbreitungswege
Soziale Medien und insbesondere YouTube spielen eine groĂe Rolle bei der Verbreitung der Subkultur. Die automatisierten, algorithmengestĂźtzten Empfehlungen des Webvideoportals stehen hierbei in der Kritik, die Nutzer systematisch zu extremistischen Inhalten zu fĂźhren.cite-ref-bonyhady-31-0[31] Eine im Oktober 2021 verĂśffentlichte Studie fand heraus, dass YouTube-Nutzern mit 6,3 Prozent Wahrscheinlichkeit innerhalb von fĂźnf âSprĂźngenâ ein Video mit Incel-Bezug vorgeschlagen werde, wenn man von einem Video ohne Incel-Bezug ausgeht.cite-ref-32[32] Hierbei gelten insbesondere die Videos von bzw. mit Jordan Peterson als âGatewayâ zu den Inhalten der Manosphere.cite-ref-bonyhady-31-1[31]
Ideologie und Diskurse
âIncelsâ betrachten sich oft als Männer dritter Klasse, die sich von Frauen sexuell und romantisch zurĂźckgewiesen fĂźhlen und jene hassen, die Sex haben.cite-ref-guardian-williams-35-0[35]cite-ref-black-pill-36-0[36] Sie glauben, dass sowohl Dating als auch die komplette soziale Hierarchie durch das äuĂere Erscheinungsbild determiniert wird (Lookismus).cite-ref-eberle-37-0[37] Man kĂśnne die Attraktivität angeblich an einer Skala, der sogenannten âsexual marketplace valueâ, kurz âSMVâ, zu Deutsch âsexueller Marktwertâ, messen.cite-ref-0-38-0[38] An der Spitze stĂźnden dabei die Männer, die von Frauen als besonders kĂśrperlich attraktiv empfunden wĂźrden, die sogenannten âChadsâ oder âAlphasâ. Diese wĂźrden rund 20 Prozent der Männer ausmachen.cite-ref-hines-39-0[39]cite-ref-40[40] Durchschnittlich attraktive und sexuell aktive Männer werden als âNormiesâ bezeichnet.cite-ref-guardian-williams-35-1[35] Incels wĂźrden â bedingt durch ihr physisches Erscheinungsbild â ganz unten in der Hierarchie stehen. Frauen werden wiederum in âStaciesâ (hyperfeminin, attraktiv) und nach Meinung der âIncelsâ weniger attraktive âBeckiesâ unterteilt.cite-ref-41[41] Unter Incels wird zudem unterstellt, besonders junge (und minderjährige) Frauen seien attraktiv und diese Attraktivität sei evolutionsbiologisch begrĂźndet.cite-ref-0-38-1[38] Nach Ansicht der âIncelsâ streben Frauen â ungeachtet ihrer eigenen Attraktivität â nur nach Partnerschaften mit den o. g. âChadsâ (was in der Ideologie als âHypergamieâ bezeichnet wird).cite-ref-42[42] Dating-Apps wĂźrden diese Tendenz verstärken.cite-ref-43[43] Sie selbst hätten daher keine Chance, eine Partnerschaft mit einer Frau zu begrĂźnden. Diese nihilistische Einstellung bezeichnen sie selbst als âBlackpillâ.cite-ref-jungle-world-20-1[20]cite-ref-44[44] Dabei gehen sie davon aus, dass die Partnerwahl vor der sexuellen Revolution nach dem Prinzip des sogenannten âLooks-Matchingâ funktioniert habe, wonach Menschen Partner mit einer ähnlichen âAttraktivitätsstufeâ gehabt hätten.cite-ref-eisberg-24-1[24] Dieses Prinzip sei aber durch Feminismus bzw. der sexuellen Revolution aufgehoben worden, was nun zu einem Ungleichgewicht gefĂźhrt habe.cite-ref-holt-omalley-45-0[45]cite-ref-kracher-33-1[33]
Die Ideologie zeichnet sich durch einen starken Frauenhass aus. Frauen werden oft dehumanisierend als âFemoidsâ oder âFemale Humanoidsâ bezeichnet (deutsch: âweibliche menschenähnliche GeschĂśpfeâ).cite-ref-eberle-37-1[37]cite-ref-hines-39-1[39]cite-ref-jungle-world-20-2[20]cite-ref-female-humanoids-46-0[46] Frauen seien von Natur aus bĂśse, oberflächlich, fortpflanzungsorientiert und narzisstisch.cite-ref-0-38-2[38] In einer 2022 vom Center for Countering Digital Hate durchgefĂźhrten Analyse des zu diesem Zeitpunkt grĂśĂten Incel-Forums im Netz fanden die Forscher eine sehr groĂe Anzahl von Posts, die Vergewaltigungen, auch Minderjähriger, guthieĂen.cite-ref-1-47-0[47] Ferner spielt Rassismus in der Incel-Ideologie eine Rolle,cite-ref-beran-48-0[48] etwa in der Betonung der biologischen Minderwertigkeit nichtweiĂer Menschen oder in der vom Amokläufer von Isla Vista propagierten Vorstellung, er hätte als WeiĂer Anspruch auf Sex.cite-ref-kelly-aunspach-49-0[49] Allerdings werfen Teile der Szene Frauen Rassismus vor, da diese nichtweiĂe Männer sexuell ablehnen wĂźrden.cite-ref-newamerica-50-0[50]
FĂźr diese Ăberzeugungen insbesondere hinsichtlich der behaupteten âHypergamieâ und Online-Dating zitieren Incels wissenschaftliche Erkenntnisse hĂśchst selektiv und vernachlässigen Fakten, die nicht zu ihren Vorstellungen passen.cite-ref-51[51] Eine Datenauswertung durch Forscher an der Carnegie Mellon University lässt es zweifelhaft erscheinen, ob die behauptete Geschlechterdifferenz bei der Verteilung der Sexualkontakte (siehe Abbildung) â selbst nach Aufkommen von Dating-Apps â Ăźberhaupt existiert, was der Vorstellung von âHypergamieâ widerspreche.cite-ref-52[52] Ferner berufen sich die Anhänger der Communities auf vermeintliche Erkenntnisse der evolutionären Psychologie. Leif Edward Ottesen Kennair, Professor fĂźr diese Fachrichtung, weist die Vorstellungen der Incels jedoch als ânaiven biologischen Determinismusâ zurĂźck, der auf einer âbanalen Version der evolutionären Psychologie, die sonst nur von den Gegnern dieses Ansatzes vertreten wirdâ basiere.cite-ref-kennair-53-0[53]
Das geteilte Leid und geteilte Erfahrungen des UnglĂźcklichseins spielen in den Communities eine zusammenhaltsstiftende Rolle, während das GefĂźhl gesellschaftlichen Ausgeschlossenseins auch zur Legitimation von Gewalt herangezogen wird.cite-ref-witt-9-1[9] Die Ideologie der Incels beinhaltet auch Pläne zu einem Aufstand gegen das System (âBeta Male Uprisingâ), in dessen Zuge bei Attentaten mĂśglichst viele Frauen und sexuell aktive Menschen umgebracht werden sollen,cite-ref-54[54] wobei Gewalt nicht von allen Mitgliedern befĂźrwortet, aber häufig zumindest toleriert wird.cite-ref-ideology-18-1[18]cite-ref-0-38-3[38] Andere Forschungsarbeiten betonen, dass manche der Gewaltpostings ein Mittel sein kĂśnnten, den eigenen Status in der Echokammer zu erhĂśhen, und nicht mit der Absicht erstellt worden seien, tatsächlich Gewalt zu propagieren.cite-ref-55[55]
Neben dem behaupteten Mangel an sexueller Aktivität spielen die Themen Einsamkeit und Mangel an Freundschaften in den Diskursen eine Rolle. Auch diesen Umstand fĂźhren die Mitglieder teils auf ihr äuĂeres Erscheinungsbild zurĂźck. Manche Incels weisen dabei die Darstellung, sie wĂźrden ânur nach Sex strebenâ, teilweise zurĂźck und geben an, vor allem nach Zuneigung und einer emotionalen Bindung zu streben.cite-ref-2-56-0[56]
Als mĂśglicher Ursprungspunkt der âBlack Pillâ-Ideologie kĂśnnte der Versuch von âIncelsâ gesehen werden, ihre Situation zu erfassen und zu verstehen. Die âBlack Pillâ mit ihren diversen Attraktivitätsskalen bietet einen leicht zu verstehenden Ansatz fĂźr Einsamkeit und Ablehnung an, welcher vor allem von autistischen Personen, welche laut Selbstauskunft sehr stark in der âIncel Communityâ Ăźberrepräsentiert sindcite-ref-cbc-ca-57-0[57], besser verstanden werden kann, als die tatsächlichen sozialen Interaktionen in neurotypischen Räumen.cite-ref-58[58]
Zurechnung, Ăhnlichkeit und Abgrenzung
Die Szene wird der Manosphere zugerechnet, in der auch die Männerrechtsbewegung agiert.cite-ref-guardian-williams-35-2[35]cite-ref-black-pill-36-1[36] Von der Incel-Subkultur abzugrenzen sind Absolute Beginnerscite-ref-59[59] und Love-shyness.
âFemcelâ
Auch gibt es eine Subkultur namens âFemcelâ, ein Kofferwort aus female (dt. âweiblichâ) und Incel, in der Frauen ebenfalls davon ausgehen, dass sie â primär wegen ihres Aussehens â unfreiwillig keinen Geschlechtsverkehr haben. Sie werden aber von männlichen âIncelsâ abgelehnt und angefeindet, die der Ansicht sind, Frauen kĂśnnten stets Geschlechtsverkehr erhalten. Die Subkultur wird medial und wissenschaftlich auch weniger beachtet, unter anderem, da aufgrund der unterschiedlichen Geschlechtersozialisation keine Gewalttaten von âFemcelâ ausgehen und der Gruppierung weniger Mitglieder zugerechnet werden. Die geringere mediale Aufmerksamkeit sowie die auch bis in den Mainstream hineinreichende Annahme, weibliche âIncelsâ wĂźrden nicht existieren, werden von der âFemcelâ-Subkultur als zusätzliche HĂźrde dabei erfahren, Empathie fĂźr ihre Situation zu erhalten.cite-ref-60[60] In der Femcel-Subkultur werden Suizide und psychische Krankheiten ebenfalls thematisiert sowie SchĂśnheitsnormen oder Benachteiligung von Frauen angeprangert. Der Frauenhass anderer Incels wird kritisch gesehen. Laut der Konfliktforscherin Brigitte Temel gibt es auf diesem Feld Forschungsbedarf. Frauen werde oft abgesprochen, gefährlich zu sein, doch es sei nicht auszuschlieĂen, dass auch hier Gewaltpotenzial liege. Zudem mĂźsse der Suizidgefahr begegnet werden.cite-ref-61[61]
Die ursprĂźngliche als âIncelâ gegrĂźndete Online-Selbsthilfegruppe Ende der 1990er Jahre war noch an beide Geschlechter gerichtet.cite-ref-62[62]
Gesellschaftliche Umstände
Männlichkeitsideale
Die Publizistin Veronika Kracher sieht die Incel-Ideologie als ein âProdukt patriarchaler und kapitalistischer Verhältnisse [âŚ], die toxische Geschlechtsvorstellungen perpetuierenâ sowie âeiner Gesellschaft, die sexuelle Unsicherheit oder Unwissen bei Männern mit Hohn abstraft und die permanent suggeriert, dass man unbedingt Sex haben muss und ein Versager ist, wenn man dem nicht nachkommtâ.cite-ref-63[63] Diese toxischen Vorstellungen seien auch in der Popkultur, wie in den Serien Friends oder The Big Bang Theory, sehr präsent.cite-ref-64[64] Casey Ryan Kelly und Chase Aunspach kritisieren am Beispiel von Elliot Rodgers die von Incels unkritisch Ăźbernommene gesellschaftlich verbreitete und insbesondere in der Männerrechtsbewegung und der Alt-Right ideologisch instrumentalisierte Vorstellung, wonach Identität nicht losgelĂśst von Sexualität, Intimität nicht ohne Sex, und weiĂe Männlichkeit nicht ohne einen aggressiven und erfĂźllten Sexualtrieb denkbar sei. Sie betonen aber, dass der gelebte Schmerz junger Männer, die mit sozialer Isolation konfrontiert sind, anerkannt werden mĂźsse.cite-ref-kelly-aunspach-49-1[49] In der Washington Post sieht Christine Emba die Incels als âlogischen Schlusspunkt fĂźr eine Kultur, die zunehmend Sex mit Erfolg gleichsetzt, während menschliche Kontakte verloren gehen und durch das Internet ersetzt werdenâ.cite-ref-wpost-emba-65-0[65]
In den Incel-Communities wird behauptet, Männer seien gesellschaftlich benachteiligt,cite-ref-0-38-4[38] und es wird ein diffuses und gewaltsames Männlichkeitsideal vertreten.cite-ref-holt-omalley-45-1[45] Laut dem Geschlechterforscher Rolf Pohl wird das ideologische RĂźstzeug vor allem von den maskulinistischen und männerrechtlichen Bewegungen geliefert: âSie sind die Theorie, der Hass und die Gewaltbereitschaft sind die Praxis.âcite-ref-66[66]
BezĂźglich des behaupteten âLookismusâ, wonach die Incels ihr äuĂeres Erscheinungsbild als wesentlichen Faktor fĂźr den Misserfolg ansehen, kritisiert der Journalist Max Eberle die âpatriarchalen SchĂśnheits- und Leistungsidealeâ, unter denen die Betroffenen leiden. Es sei ein âtragische[r] Widerspruchâ, dass Incels zugleich andere Gruppen, die ebenfalls unter diesen Idealen leiden, anfeinden.cite-ref-eberle-37-2[37]
SozioĂśkonomische Bedingungen und Paradigmen
Christine Emba verweist auf die sozioÜkonomisch erschwerten Bedingungen fßr die Generation der Männer, die der Incel-Subkultur angehÜren. Viele seien arbeitslos, wßrden noch bei ihren Eltern oder nahe an der Armutsgrenze leben oder seien, speziell in den USA, durch Schulden aus den hohen Studiengebßhren belastet. Dies habe zu einer Zunahme von Angst und Depression in dieser Generation gefßhrt.cite-ref-wpost-emba-65-1[65] Die Beweislage zur kausalen Verbindung von Ükonomischer Benachteiligung und misogynen Incel-Einstellungen ist allerdings unbefriedigend.cite-ref-newamerica-50-1[50]
Die Kommunikationswissenschaftler Jack Bratich und Sarah Banet-Weiser erklären die Incel-Subkultur auch mit einem Scheitern der neoliberalen Logik, die in der westlichen Gesellschaft vorherrsche. Im Neoliberalismus werde jeder bloĂ selbst fĂźr seinen eigenen Erfolg verantwortlich gesehen, es gebe aber keine soziale FĂźrsorge und keine Erklärung fĂźr diejenigen, die ihre Ziele nicht durch Selbstoptimierung (wie sie davor etwa durch die Pick-Up-Artists propagiert worden sei) erreichen konnten. Desillusioniert von dieser Logik und bedingt durch die patriarchale Ordnung, hätten die âGescheitertenâ schlieĂlich in Frauen einen SĂźndenbock gefunden.cite-ref-67[67] Auch Kracher sieht âneoliberale Verhältnisse und Selbstoptimierungâ als Teil des Problems,cite-ref-kracher-siniawski-68-0[68] wobei der Neoliberalismus bedeute, âpermanent damit konfrontiert zu sein, die eigenen BedĂźrfnisse zu unterdrĂźcken und sich selbst so begeistert wie mĂśglich der ideologisch vermittelten Selbstoptimierung zu verschreibenâ, um einem ânarzisstischen Idealbild (hier: dem Chad)â zu entsprechen. Die Haltung der Incels kĂśnne dabei âals eine Reaktion auf das Scheitern an den AnsprĂźchen des Neoliberalismusâ aufgefasst werden.cite-ref-69[69]
In ihrem Manifest Feminism for the 99 Percent sehen die Autorinnen Cinzia Arruzza, Tithi Bhattacharya und Nancy Fraser die Incel-Bewegung als Teil von âschnell wachsenden rechtspopulistischen Bewegungen, die massenhaft UnterstĂźtzung gewinnen, indem sie einige reale Schattenseiten der kapitalistischen Moderne aufzeigen â einschlieĂlich ihres Versagens, Familien und Gemeinschaften vor den VerwĂźstungen des Marktes zu schĂźtzen.â Rechtspopulisten hätten jedoch die sexuelle Freiheit als Verursacher in den Vordergrund gestellt, um die eigentlich dahinter stehende Ursache, das Kapital, zu schĂźtzen.cite-ref-70[70]
Gesellschaftlicher Umgang mit psychischen Erkrankungen
Auf Vox hält Aja Romano viele der misogynen Anfeindungen der Incels fĂźr eine Maskierung tiefer zugrunde liegender psychischer Probleme. Neben dem Stereotyp des âunabhängigenâ Mannes, der ânicht um Hilfe fragen sollteâ, seien die zahlreichen BudgetkĂźrzungen bei der psychiatrischen Versorgung insbesondere in den USA jedoch ein zentrales Hindernis dafĂźr, Incels therapeutisch zu unterstĂźtzen.cite-ref-71[71] Der Psychologe Leif Edward Ottesen Kennair sieht eine Vernachlässigung und mangelndes MitgefĂźhl gegenĂźber denjenigen Männern, die von der Gesellschaft zurĂźckgelassen wĂźrden, und fordert mehr Forschung, etwa Ăźber den Zusammenhang zwischen psychischen Krankheiten und Incel-ZugehĂśrigkeit. Viele Mitglieder der Incel-Communitys wĂźrden unter psychischen Erkrankungen wie Depression oder Dysmorphophobie leiden oder Anzeichen von Autismus zeigen.cite-ref-kennair-53-1[53] Auch auf SelbstauskĂźnften basierte Untersuchungen zeigen, dass die Ăźberwiegende Zahl der Mitglieder an Depressionen, Angstzuständen und/oder einer Autismus-Spektrum-StĂśrung leiden kĂśnnten,cite-ref-cbc-ca-57-1[57]cite-ref-ideology-18-2[18] wobei die Mitglieder Autismus häufig (fälschlich) als Synonym fĂźr SchĂźchternheit gebrauchen.cite-ref-2-56-1[56] Experten betonen, dass Autismus an sich keine Ursache fĂźr die Radikalisierung ist, sondern die damit einhergehende soziale Isolation sowie die Mobbing- und Trauma-Erfahrungen, die zu Depressionen und Angstzuständen fĂźhren kĂśnnen und dadurch die Radikalisierung begĂźnstigen.cite-ref-cbc-ca-57-2[57] 86 Prozent der Befragten eines Incel-Forums (bei einer StichprobengrĂśĂe von etwa 300) gaben an, Opfer von Mobbing geworden zu sein.cite-ref-ideology-18-3[18] Im Unterschied zu Personen mit vergleichbaren psychischen Erkrankungen auĂerhalb der Incel-Foren haben die betreffenden Mitglieder seltener psychologische Hilfe in Anspruch genommen oder haben von dieser psychologischen Hilfe weniger profitiert.cite-ref-ideology-18-4[18] Eine Verbindung zwischen Einsamkeit, den psychischen Belastungen sowie den daraus resultierenden problematischen Aussagen und Handlungen der Mitglieder beschreibt auch der Psychologe Brandon Sparks. Aufgrund des Mangels an sozialen Beziehungen fehle es den Mitgliedern an positiven Bewältigungsstrategien, wie etwa ein Gespräch mit Freunden, fĂźr belastende Situationen.cite-ref-2-56-2[56] In einem Artikel im Journal Men and Masculinities kritisierten drei Mitglieder Ansätze, die Incel-Gewalt und Anhängerschaft durch schlechte psychische Gesundheit erklärten. Nicht nur sei eine kausale Verbindung fragwĂźrdig, weil bei anderen Gruppen (Frauen, trans Menschen) eine hĂśhere Prävalenz psychischer Krankheiten keine ähnliche Assoziation mit Gewalttaten aufweise. AuĂerdem liefen entsprechende Erklärungsansätze Gefahr, Selbstviktimierungs-Strategien von Incels unkritisch zu Ăźbernehmen und ihnen eine Plattform zu bieten. Eine Analyse von Incels mĂźsse strukturelle Faktoren und Ideologien wie Misogynie berĂźcksichtigen.cite-ref-72[72]
Sonstiges
Der Philosoph OndĹej Beran sieht eine Verbindung zwischen der Ideologie der Incels und biologisch und evolutionspsychologisch inspirierten Erklärungsansätzen fĂźr menschliches Verhalten und gesellschaftliche Zustände. Er schlägt stattdessen eine historische Erklärung des Phänomens vor, die gesellschaftlichen Sexismus, männliche und weiĂe Vorherrschaft in den Blick nimmt, ohne persĂśnliche Verantwortung fĂźr von Incels begangene Gewalttaten zu vernachlässigen.cite-ref-beran-48-1[48] Erklärungsansätze, die Incels pathologisieren oder alleine als Phänomen der Ränder der Gesellschaft beschreiben, sieht Ronja Klose als verkĂźrzt an, weil sie dazu einlĂźden, die gesellschaftliche Anschlussfähigkeit der Incel-Ideologie zu vernachlässigen.cite-ref-73[73]
GegenmaĂnahmen
Laut Max Lasse Schaefer von der University of Edinburgh werden Männer typischerweise von GefĂźhlen der Einsamkeit und Entfremdung von der breiteren Gesellschaft in Incel-Communities getrieben. Dort fänden sie dafĂźr ein âGefĂźhl der ZugehĂśrigkeitâ und ein âhĂśheres Zielâ. Vor diesem Hintergrund glaubt Schaefer, dass die LĂśsung darin bestehe, mithilfe von Ex-Mitgliedern âdas, was diese Gruppen bieten, auf alternative Weise anzubietenâ. Im Gegensatz dazu warnt Schaefer vor einer âDämonisierungâ der betroffenen Personen, was eher noch dazu fĂźhre, dass sich die Männer ânoch unverstandener fĂźhlenâ und die Polarisierung weiter vertieft werde.cite-ref-logan-74-0[74]
Laut Alys Mumford von der schottischen Organisation Engender sollte die Aufgabe darin bestehen, den Fokus weg von der Sichtweise zu lenken, wonach Frauen fĂźr die gesellschaftlichen Probleme verantwortlich seien, ohne dabei jedoch den von den Incels erlebten Leidensdruck in Frage zu stellen. Der Fokus mĂźsse auf die systemischen Ursachen gelenkt werden und es mĂźsse etwa aufgezeigt werden, dass der Feminismus teils dieselben Probleme zu adressieren versuche, die auch fĂźr Incels eine Rolle spielen wĂźrden.cite-ref-logan-74-1[74]
Die Anti-Terror-Organisation Moonshot sieht die MĂśglichkeit, Ăźber Influencer prosoziale Botschaften und konstruktive Inhalte zu vermitteln, die zur Deradikalisierung beitragen kĂśnnten. Als positive Beispiele werden die YouTube-Kanäle ContraPoints und Philosophy Tube genannt.cite-ref-moonshot-75-0[75] Personen mit dem Risiko, sich Incels-Communities anzuschlieĂen, kĂśnne man zusätzlich Ăźber Targeted Advertising erreichen (âRedirect Methodâ).cite-ref-76[76] Auch mĂźsse der Dialog Ăźber psychische Krankheit normalisiert werden und Angebote zur persĂśnlichen Betreuung von Hilfesuchenden sollten verstärkt und finanziell besser ausgestattet werden.cite-ref-moonshot-75-1[75] Den Zugang zu psychiatrischer Versorgung âdramatischâ zu verbessern, fordern auch die Terrorismusforscher Bruce Hoffman und Kollegen.cite-ref-assessing-13-1[13]
Veronika Kracher vertritt die Ansicht, dass gegen Webseiten und Foren, auf denen sich âIncelsâ radikalisieren, Deplatforming betrieben werden solle. Das Verhindern weiterer Gewalttaten aus dem Incel-Umfeld sieht sie zudem als âgesamtgesellschaftliche Missionâ, bei der âSexismus, die Abwertung des Nichtmännlichen und patriarchales Anspruchsdenkenâ Ăźberwunden werden mĂźsse.cite-ref-77[77] Als weitere PräventionsmaĂnahme nennt sie eine pro-feministische Jugendarbeit.cite-ref-eberle-37-3[37]cite-ref-kracher-siniawski-68-1[68] Auch das Center for Countering Digital Hate sieht Anbieter digitaler Infrastruktur wie die Firma Cloudflare in der Verantwortung, den Zugang zu Incel-Seiten einzuschränken und fordert auch gesetzgeberisches Handeln, um die weitere Radikalisierung der Szene zu verhindern.cite-ref-1-47-1[47]cite-ref-78[78]
Situation im deutschsprachigen Raum
Im deutschsprachigen Raum war eine Szene mit diesem Namen lange nicht bekannt. Doch wird auf Plattformen und in Foren von antifeministischen Männerrechtlern wie WGvdL und der indizierten WikiMANNia Frauenhass und radikaler Antifeminismus verbreitet.cite-ref-79[79]cite-ref-80[80]cite-ref-kracher-siniawski-68-2[68]cite-ref-tfh-11-1[11] Zudem wird ein einschlägiges englischsprachiges Incel-Forum von Berlin aus betrieben und hat gemäà eigenen Angaben viele deutschsprachige Mitglieder.cite-ref-eberle-37-4[37] Ein Monitoring spezifischer Hassformen im Netz, die sich gegen Frauen richten, existiert nicht (Stand Dezember 2018).cite-ref-81[81]
Laut Erin Saltman, die Facebooks Team fĂźr Counterterrorismus in Europa, dem Nahen Osten und Afrika leitet, sind Incels in Deutschland erstaunlich weit verbreitet, weil es âstarke ideologische Ăberschneidungen mit der rechtsextremen Szeneâ gebe, die in Deutschland âleider robuster als in anderen Ländernâ sei.cite-ref-tfh-11-2[11]cite-ref-hgf-12-1[12] Nach der Autorin Eike Sanders, Mitarbeiterin des Antifaschistischen Pressearchivs und Bildungszentrums (apabiz) und Mitglied im Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus, wird Feminismus in extrem rechten VerschwĂśrungsideologien als TĂźrĂśffner fĂźr Migration und Multikulturalismus angesehen. Feministinnen wĂźrden dort als Verräterinnen bezeichnet, die keine Kinder bekämen. Ihr zufolge bietet Rechtsextremismus daher idealen Nährboden fĂźr antifeministische und sexistische Ideologien.cite-ref-santos-ratmann-82-0[82] Laut der antifaschistischen Publizistin Heike Kleffner werden â[r]echter Frauenhass und die Incels [âŚ] leider allzu oft verharmlostâ.cite-ref-santos-ratmann-82-1[82] Der Journalistin Isabell Beer zufolge, welche fĂźr Y-Kollektiv neun Monate lang innerhalb der Szene recherchiert hat, sind die meisten deutschsprachigen Incels jedoch nicht âweiĂ und rechtsâ.cite-ref-rnd-83-0[83] Tatsächlich habe die Mehrheit der deutschsprachigen Incels, mit welchen sie während ihrer Recherche zu tun hatte, einen Migrationshintergrund und viele hiervon hätten Ăźber Rassismuserfahrungen in Deutschland berichtet.cite-ref-rnd-83-1[83]
Recherchen des Y-Kollektivs im Auftrag von ARD und ZDF in verschiedenen Internetforen ergaben 2020, dass einige deutschsprachige Incels online zu Anschlägen aufriefen und diese ankĂźndigten. AuĂerdem sollen User sich gegenseitig zum Suizid aufgefordert bzw. angestachelt und dazu aufgerufen haben, dabei auch andere Menschen zu tĂśten.cite-ref-deutschlandfunknova-84-0[84]
WeiterfĂźhrendes
Literatur
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⢠dt. Ăbersetzung: Die digitale Gegenrevolution. Online-Kulturkämpfe der Neuen Rechten von 4chan und Tumblr bis zur Alt-Right und Trump. Transcript, Bielefeld 2018, ISBN 978-3-8376-4397-8.
⢠Takis WĂźrger: Männlich, ledig, lebensgefährlich. In: Der Spiegel. Nr. 34, 2014, S. 50â54 (online).
⢠Tanya Falenczyk: Incel-Bewegung. Die Ungeliebten. In: Zeit Campus, Nr. 2/2019, 5. Februar 2019, S. 16â22. (zeit.de).
⢠Veronika Kracher: Incels â Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults. Ventil-Verlag, 2020, ISBN 978-3-95575-130-2.cite-ref-85[85]
⢠Susanne Kaiser: Politische Männlichkeit. Wie Incels, Fundamentalisten und Autoritäre fßr das Patriarchat mobilmachen. Suhrkamp / Insel, 2020, ISBN 978-3-518-12765-0.
⢠Marcel Rosenbach, Ann-Katrin MĂźller, Roman HĂśfner, Maik Baumgärtner: TĂśdlicher Frauenhass: Der Onlinehetze folgt tausendfach Gewalt im echten Leben. In: Der Spiegel. Nr. 7, 2021, S. 8â14 (online).
⢠Brian Van Brunt: Understanding and treating incels: case studies, guidance, and treatment of violence risk in the involuntary celibate community. New York NY 2021, ISBN 978-0-367-82439-6 (englisch).
⢠Marina Hackenbroch: âSwallowing the Blackpillâ Incels â Eine Bedrohung fĂźr die Innere Sicherheit Deutschlands? Schriftenreihe der Deutschen Hochschule der Polizei Band 17, Hochschulverlag, MĂźnster 2022, ISBN 978-3-945856-19-2.
Dokumentarfilme
⢠Y-Kollektiv: Suizid, Gewalt, Frauenhass: Wie gefährlich sind Incels in Deutschland?, verÜffentlicht auf YouTube, 2020.
⢠Alex Lee Moyer: TFW No GF, verÜffentlicht 2020 (englisch).cite-ref-86[86]
⢠Incels: Vom Frauenhass zum Amoklauf. Dokumentarfilm aus der Reihe âDie Spurâ des ZDF vom 21. Juni 2023.
Spielfilme
⢠A Young Man With High Potential (Thriller), Regie: Linus de Paoli, Deutschland 2019.cite-ref-87[87]
⢠Cuck (Thriller), Regie: Rob Lambert, USA 2019.cite-ref-88[88]
⢠Adolescence, Fernsehserie aus dem Jahre 2025
Unterhaltungsliteratur
⢠Pascal Engman: RattenkÜnig. Tropen, Berlin 2021, ISBN 978-3-608-50440-8.
⢠Christine Brand: Der Feind. Blanvalet, Mßnchen 2023, ISBN 978-3-7645-0771-8.
⢠Margaret Killjoy: Escape from Incel Island, 2023, ISBN 9781958911020
Weblinks
Commons
: Incel
â Sammlung von Bildern und Audiodateien
Wiktionary: Incel
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
⢠Lara Wiedeking: Alana hat unfreiwillig die Frauenhass-Bewegung âIncelâ mitgegrĂźndet â Ihr eigentlicher Plan war damals Selbsthilfe fĂźr Einsame. jetzt.de, 26. Februar 2019
⢠Zerrwelt der Frauenhasser: Wie die âIncelâ-Szene an Bedeutung gewinnt und wie gefährlich sie ist. Kommentierte Datenanalyse des NDR, 8. März 2021.
⢠Incels | ContraPoints, Essay und Analyse von Natalie Wynn
Einzelnachweise
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